Archiv der Kategorie: Kochen

Auf nach Franken!

Am Samstag, 29. März, geht es kulinarisch in meine Wahlheimat, nach Franken.

Menü:

Obazda

Baggers mit Lachs und Kraut

Schäuferla nach fränkischem Familienrezept

Ausgezogene/Nonnenfürzla

fränkischer Digestif

Und natürlich, wenn jemand kein Schwein oder kein Fleisch isst, gibt es auch eine vegetarische Variante.

Weil Franken nicht nur Wein-, sondern vor allem Bierland ist, gibt es, wenn alles klappt, zu jedem Gang ein fränkisches Bier zum Kennenlernen. Deswegen diesmal  bei der Anmeldung angeben, ob mit oder ohne Bierpaket! Ich freue mich schon, endlich mal wieder für euch zu kochen. Los gehts um 18 Uhr. Anmeldungen per E-Mail an zumroehrendenhirsch @ gmail.com.

Passage to India

Liebe Supperclubber und solche, die es werden wollen:

Endlich steht der nächste Termin. Auf nach Indien! Der Flieger geht am Samstag, den 7. September, um 18.30 Uhr.

Grobe Menüvorstellung:

Chutneyvariationen

Mulligatawny Soup

Currys verschiedener Schärfegrade

Sorbet

Die Currys und auch die Suppe haben eine gewisse Schärfe – wer also gar nicht an scharfes Essen gewöhnt ist, der sei hier und jetzt gewarnt.

Bitte gebt in eurer Anmeldung an, ob ihr vegetarisch essen möchtet oder nicht. Auch vegan ist diesmal kein Problem – einfach sagen!

Wie immer sorge ich für zweierlei Arten von Wasser; Bier oder Wein oder Saft bringt ihr euch einfach selbst mit. Bei indischem Essen glaube ich, dass dem einen besser Bier, dem anderen besser Wein dazu schmeckt – deswegen kann ich euch da keinen Tipp geben!

Ich freue mich auf eure Anmeldungen an folgende Adresse: zumroehrendenhirsch bei googlemail.com

Chili-Koriander-Sorbet nach Müllerinnen Art

In letzter Zeit bin ich oft gefragt worden, wie ich zu immer neuen Rezepten komme. Hier ist eine Variante:

Für den Lunch-Supperclub am vergangenen Dienstag wollte ich ein paar Chutneys ausprobieren und hatte einen Bekannten zum Testen eingeladen. Als der Termin doch geplatzt ist und der Ersatztermin, zu dem ich eine SMS des Inhalts „Chili und Koriander werden schlecht -wie wäre es spontan heute Abend?“ geschrieben hatte, auch nicht klappte, wurde mein Ehrgeiz durch die Absage geweckt: „:-( Schade, dass ich das Chili-Koriander-Sorbet nach Müllerinnen Art verpasse“

Chili-Koriander-Sorbet? Das hört sich ja fies an! Dachte ich mir. Wie umsetzen? Es braucht ja irgendeine Basis…was passt zu beidem? Chili ist einfach, aber Koriander??? Höchstens vielleicht Mango? Ja, Schokolade auch, aber ich persönlich mag diese Kombination nicht…Erdbeere? Kokos?

So geht es:

Chili-Koriander-Sorbet nach Müllerinnen Art

1. Mango-Sorbet ansetzen. (Mengen für 10-14 Personen, für den 1-Familien-Haushalt einfach entsprechend reduzieren.)

200g Zucker mit 250ml Wasser erwärmen, bis der Zucker gelöst ist. Den Saft von 1 Zitrone hinzugeben und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit das Fruchtfleisch von 3 reifen Mangos pürieren (oder alternativ ca 1kg Mangopüree nehmen). Das Mangopüree mit dem Zitronen-Zucker-Wasser und ca 4-5EL Kokosmilch vermischen.

2. Für die nicht ganz so Mutigen (wie mich)

Das Sorbet relativ flache Tupperschüsseln füllen; einen kleinen Teil, der etwa eine kleine Butterdose füllt, abtrennen. In diese kleine Probe-Menge einige wenige Blätter Koriander geben (ich habe so viel genommen, wie nach dem Hacken einer großen Menge Koriander an dem großen Küchenmesser hängengeblieben ist). Mit dem Koriander wirklich vorsichtig sein, weil der sehr intensiv schmeckt!

Außerdem ca eine halbe entkernte grüne Chili ins Sorbet geben, und für die Farbe mit roten Chiliflocken bestreuen. Dann sieht es nämlich schön gelb-rot-grün aus, denn das Auge isst mit!

3. Die Masse ca. alle halbe Stunde rühren, damit sich keine großen Eiskristalle bilden.

4. Das normale Mango-Sorbet schmeckt super mit etwas exotischem Obst (etwas frische Kokos, Mango, Papaya, Honigmelone).

Das Chili-Koriander-Sorbet schmeckt einfach so. Wer mutig genug ist: Einfach die ganze Menge mit Chili und Koriander würzen!

Im Vergleichstest hat übrigens das experimentelle Sorbet gegen das normale Mango-Sorbet gewonnen! Und es hält sich natürlich, einmal gefroren, im Tiefkühlfach.

Sauerland-Supperclub ist Geschichte

Liebe Gäste: Ihr wart super. Liebe Helfer: Ihr wart der Wahnsinn. Alle beiden Abende haben mir richtig viel Spaß gemacht, ich war überraschend entspannt und habe schon total Lust auf den nächsten Abend.

Beim 2. Sauerland-Supperclub war ja Bettina Böttinger mit ihrem Team dabei. Da hatte ich schon vorher Bedenken, dass der Tag chaotisch und stressig wird und hatte die Befürchtung, dass das Kochen etwas länger dauern würde. Aber Frau Böttinger war wirklich der Hammer: Die hat mit angepackt und geschnippelt, Salat gewaschen, die bouquet garnis gebunden und war eine wirklich tolle Küchenhilfe. Würde ich gern sofort nochmal machen!

hugo wp Und ein paar Bilder der beiden Abende dürfen natürlich nicht fehlen.

Zur Begrüßung gab es einen Hugo à la Hirsch: Mit vor kurzem erst selbst gemachtem Holundersirup, einem Cremant von der Loire…ich fands lecker! Sehr erfrischend.

Übrigens auch in der alkoholfreien Variante sehr empfehlenswert: Zitronenlimonade, ein Schuss Sauerländer Apfelsaft, Limettensaft, Pfefferminze und natürlich Holundersirup.

Um die Zeit bis zum ersten echten Gang wurde mit dem Gruß des Hauses verkürzt: Forellencreme nach Sauerländer Hausfrauenart (original von meiner Patentante, bei der es immer sehr feines, leckeres Essen gibt! Ach, und ihr Garten! *schwärm*) auf westfälischem Schwarzbrot – natürlich selbstgebacken nach einem alten Hirsch’schen Familienrezept.

westfälischer salat wpErster Gang: Westfälischer Schinken an Salat nach altem Rezept. Das heißt: Auf eine Scheibe westfälischen Schinken kommt ein Kranz aus Friseesalat (noch besser: Endivie, aber den gibt es um diese Jahreszeit ja nicht mehr). In die Mitte kommt ein „Dressing“ aus langsam glasig geschmorten Zwiebeln, Kartoffelschnee und einer Essig-Öl-Vinaigrette. Diese warme Sauce mit Salat mischen und essen.

stielmuscreme wpZweiter Gang: Stielmuscreme. Etwas „ent-deftigt“ ohne Blutwurst, Schmalz und anderen fleischigen Bestandteilen, wie es im Sauerland sonst üblich ist. Also ohne jeden Schnick und ohne jeden Schnack. Ganz auf den Stielmusgeschmack konzentriert.

Bevor es zum Hauptgang ging, gab es erst noch ein Zitronensorbet mit Prosecco. Das natürlich auch hausgemachte Sorbet war eine Premiere. Jetzt weiß ich: Super einfach herzustellen, auch ohne Eismaschine! Nur sechs Zutaten sind nötig: Wasser, Zucker, Zitronensaft, Zitronenschale, Zitronenmelisse und ein Eiweiß.

bouquet garni wp3. Gang bzw. Hauptgang: Boeuf Bourguignon. Minimalistisch nur mit selbstgebackenem ofenfrischem Baguette gereicht. Und wie passt das zum Sauerländer Supperclub? Zwei Gründe:

1.: Im Sauerland isst man ja nicht nur sauerländisch. Aber man isst und reist gerne. Meine Kindheit verbinde wirklich mit tollen Köchinnen! Und bis auf den Wein zum marinieren und kochenist ja auch alles von dort.

boeuf bourguignon wp2.: Praktische Gründe. In meiner Ein-Personen-Küche kann man für zehn Personen nicht alles Essen machen. Irgendwie muss es ja auf den Herd und in den Ofen passen!

Was darf im Sauerland nicht fehlen? Bier? Stimmt. Eignet sich aber eher weniger für einen süßen Nachtisch. Die Bier-Muffins, die ich mal aus sauerländischem Bier gebacken haben, waren … eher nicht empfehlenswert. Also. Zweiter Versuch. Was darf nicht fehlen? Das Schützenfest. Deswegen: vogelschießen wp

4. Gang: Schützenfest mit Munition. Links der Kasten, der oben an der Vogelstange hängt. Leider kann ich nur Hühner malen – das soll natürlich der Adler vom Vogelschießen sein, der da so aufgeregt herumflattert. Auf einem Biskuitkuchen mit Erdbeer-Sahne-Schmand-Creme. Dazu:erdbeereis wp Selbstgemachtes Erdbeereis und frische Erdbeeren. Ich lobe mich ja ungern selbst, aber zu den Supperclubs waren die Erdbeeren gerade perfekt reif, unglaublich süß, und da das Erdbeereis überwiegend aus eben diesen Erdbeeren besteht, war es saulecker. Am liebsten hätte ich es einfach heimlich in der Küche alleine vernascht!

 

 

Das wars – jetzt heißt es warten bis zum 25.7., wenn es um 22 Uhr in der 4. Ausgabe von Bettina Böttingers Reportage-Reihe „b.sucht“ heißt: Kochen aus Passion. Ich bin unglaublich gespannt auf den Beitrag!!!

(Und wer sich über die Groß- und Kleinschreibung von Sauerländer und westfälisch wundert: Wenn eine Orts- bzw. Gegendbezeichnung auf -er endet, wird es groß geschrieben. Wenn es auf -isch endet, wird es klein geschrieben. Sauerländer Stielmuscreme, aber sauerländischer Apfelsaft. Das verstehe, wer wolle!)

Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland!

Ein Bauer stand im Sauerland und dachte drüber nach, dass Hühner auf de Stange sitzen, Tauben aufm Dach…

FotoMein Heimatdorf feiert in ein paar Wochen sein 775-jähriges Jubiläum. Das, dachte ich, ist doch ein guter Grund, dieses Kochbuch aus dem Mutter-Hirsch-Kochbuchregal zu entführen und näher unter die Lupe zu nehmen! Und so geht es am 15. Juni kulinarisch dorthin, wo „die Mädchen noch wilder als die Kühe sind.“ (Damit habe ich jetzt auch genug Zoff zitiert.) In den kommenden Wochen werden Gerichte wie Panhas, Rötsch oder Potthuke noch einmal getestet. Was es genau gibt, das überlege ich mir noch, aber in jedem Fall wird es regional und saisonal.

Die meisten Plätze sind schon weg, deswegen: schnell anmelden!

Testküche mit Tim Mälzer

Meine fantastischen Kollegen haben mir ja ein Tim Mälzer-Abo geschenkt, und diese Woche habe ich schon gleich zwei Rezepte getestet. Denn für den Supperclub ist man ja immer auf der Suche nach neuen interessanten Geschmackserlebnissen!

Testobjekt 1:

Schweinemedaillons auf Nudelbett mit Rhabarber-grüner-Pfeffer-Sauce

Wer mich kennt weiß, dass ich Rhabarber liebe. Und da kann ich natürlich einem Rezept mit den sauren Stangen nicht widerstehen! Für die Sauce kocht man Rhabarber in Weißwein und gibt einen Teelöffel grünen PfeffP1050988er dazu.

Ungemein lecker sieht das jetzt auf dem Foto nicht aus, aber dennoch mein Fazit:

– Schweinemedaillons habe ich schon viel zu lange nicht gegessen. Und mit grünem Pfeffer sind die unschlagbar.

– der Rhabarber passt da überhaupt nicht rein. So gar nicht. Einerseits geht er total unter, weil der Pfeffer einfach scharf ist, andererseits, wenn man dann ganz genau hinschmeckt, passt das trotzdem nicht.

– mein Feuermelder funktioniert hervorragend.

Testobjekt 2:

Spargel mit Kartoffelschnee, Schinken und Milch-Zitronenschale-Schaum

Im Grunde ganz einfach: Spargel kochen, mehligkochende Kartoffel kochen. Milch mit Zitronenschale köcheln lassen, etwas binden und aufschäumen. Dann der Clou: Die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse direkt auf den Teller drücken. Das sieht dann ungefähr so aus:

spargel

Fazit:

– Diese Idee des Kartoffelschnees finde ich super. Mit der Sauce entsteht quasi auf dem Teller Kartoffelpüree, aber eben nur, wenn man beides vermanscht.

– Die Sauce war überraschend lecker – die leicht zitronige Note passt, finde ich, hervorragend zu Kartoffeln und Spargel!

– einziger Nachteil: Ich hätte gerne noch viel mehr davon gegessen.

 

Abrakadabra! Schnuppertag in Hogwarts

Am Freitag war es mal wieder so weit, und ich hatte einen richtig schönen Abend. Tolle Runde, ein Kompliment an euch! Und an meine fantastischen Eltern, die ein super Küchenteam an dem Abend waren. WAHNSINN! Richtig toll. Hier ein paar Eindrücke vom Abend:

Harry Potter-LovePotion und Wands

Begrüßungsgetränk: Liebestrank, Love Potion, getestet von Ron Weasely.

Harry Potter-wands

Als Gruß des Hauses gab es, passend zu diesem Abend, Zauberstäbe. Anstatt mit Phönixfedern und diversen Hölzern mit Sesam, Schwarzkümmel und Paprika.

Harry Potter-salat

Weiter ging es mit einem gemischten Salat mit warmem Ziegenkäse mit selbstgemachtem Holunder-Balsamico und natürlich frisch gebackenem Baguette.

Harry Potter-suppe

Als Harry vom Minister of Magic gefragt wird, ob er etwas von seiner Erbsensuppe möchte, lehnt Harry ab. Das hat zum Glück niemand mit dieser bristischen Minz-Erbsensuppe gemacht, die mit einem Besenstiel voller Garnelen daher kam.

Harry Potter-umbrisches Hähnchen

Hauptgericht: Umbrischer Hähnchentopf.

Und der Nachtisch – da habe ich vorher in der Küche mal wieder die meiste Zeit drauf verwendet. Es gab Treacle Tart (dabei habe ich festgestellt, dass es bei uns keinen Golden Syrup zu kaufen gibt – da war ich felsenfest von ausgegangen! Aber Rübenkraut ist ein guter Ersatz.) Und:

Harry Potter-sachertorte mit dem schwert von gryffindorSachertorte, natürlich nur echt mit dem Schwert von Gryffindor. Sachertorte ist was Feines! Und ein Quidditch-Feld mit einem Snitch/Schnatz für jeden.

Harry Potter-SnitchDas waren die ersten Cake-Pops, die ich gemacht habe – für mich als Kuchenbastelfan ein toller Zeitvertreib!

Wie immer gab es auch etwas für alle Gäste zum Mitnehmen: Turkish Delight in den Geschmacksrichtungen Rose, Johannisbeere und Fisch-Senf. Lecker!

Harry Potter-Turkish Delight Fischsauce

Besonderes Highlight des Abends: Schwebende Kerzen. Dafür auch ein riesiges DANKE an meinen Herrn Papa!

Harry Potter-schwebende Kerzen