Monatsarchiv: August 2013

Passage to India

Liebe Supperclubber und solche, die es werden wollen:

Endlich steht der nächste Termin. Auf nach Indien! Der Flieger geht am Samstag, den 7. September, um 18.30 Uhr.

Grobe Menüvorstellung:

Chutneyvariationen

Mulligatawny Soup

Currys verschiedener Schärfegrade

Sorbet

Die Currys und auch die Suppe haben eine gewisse Schärfe – wer also gar nicht an scharfes Essen gewöhnt ist, der sei hier und jetzt gewarnt.

Bitte gebt in eurer Anmeldung an, ob ihr vegetarisch essen möchtet oder nicht. Auch vegan ist diesmal kein Problem – einfach sagen!

Wie immer sorge ich für zweierlei Arten von Wasser; Bier oder Wein oder Saft bringt ihr euch einfach selbst mit. Bei indischem Essen glaube ich, dass dem einen besser Bier, dem anderen besser Wein dazu schmeckt – deswegen kann ich euch da keinen Tipp geben!

Ich freue mich auf eure Anmeldungen an folgende Adresse: zumroehrendenhirsch bei googlemail.com

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Grüße vom Sommertraum

Feinschmecker und Hobbyköche lassen sich in der Toskana oder in Südfrankreich für ihre Küchenkreationen inspirieren, und ich? Richtig, ich fahre nach Sachsen. Ins tiefste Sachsen. Denn dort durfte ich ein paar Tage in einem kleinen Garten Eden genießen.

Der Garten ist ein echter Traum, denn um diese Jahreszeit ist irgendetwas immer reif. Dieses Mal waren es hauptsächlich Himbeeren, der Rest der roten Johannisbeeren und Renekloden. Wie toll, dass ich eine Freundin habe, die genauso gerne Marmeladen macht und einkocht, wie ich! Und so sah unser Werk nach ca. 2 Tagen aus.

daswerk

Renekloden- und Renekloden-Zwetschgen-Karamell, das ich hoffentlich bei meinem übernächsten Supperclub verköstigen kann, sowie Marmeladen in den Geschmacksrichtungen Himbeer-Pfirsich, Himbeer-Pfirsich-Rosmarin, Johannisbeer-Pfirsich und Tomate. Ja, die Tomate ist eher eine Marmelade als ein Chutney und schmeckt erstaunlich ähnlich wie diese süß-saure Sauße, die beim Chinamann immer rumsteht. Oh, und von hinten sieht das Werk übrigens, vor der professionellen Deko, so aus.

vonhinten

Und weil wir ja abends nicht nur Marmelade essen konnten (denn schon zum Frühstück gab es diese unglaublich fantastischen Himbeer-Pfannkuchen mit Himbeeren frisch vom Strauch und Eiern von den benachbarten Hühnern), sah das Kochen dann auch mal so aus.

pastaSchade, dass frische Pasta so supperclubuntauglich sind!

Ich hoffe, dass ich bald ein Wochenende finde, an dem ich euch wieder zu mir einladen kann. Denn beim nächsten Mal geht es kulinarisch tatsächlich gen Osten – allerdings wesentlich weiter in den Osten als bis nach Sachsen. Oder sollte ich euch mal zu Marmeladenbroten einladen?

Chili-Koriander-Sorbet nach Müllerinnen Art

In letzter Zeit bin ich oft gefragt worden, wie ich zu immer neuen Rezepten komme. Hier ist eine Variante:

Für den Lunch-Supperclub am vergangenen Dienstag wollte ich ein paar Chutneys ausprobieren und hatte einen Bekannten zum Testen eingeladen. Als der Termin doch geplatzt ist und der Ersatztermin, zu dem ich eine SMS des Inhalts „Chili und Koriander werden schlecht -wie wäre es spontan heute Abend?“ geschrieben hatte, auch nicht klappte, wurde mein Ehrgeiz durch die Absage geweckt: „:-( Schade, dass ich das Chili-Koriander-Sorbet nach Müllerinnen Art verpasse“

Chili-Koriander-Sorbet? Das hört sich ja fies an! Dachte ich mir. Wie umsetzen? Es braucht ja irgendeine Basis…was passt zu beidem? Chili ist einfach, aber Koriander??? Höchstens vielleicht Mango? Ja, Schokolade auch, aber ich persönlich mag diese Kombination nicht…Erdbeere? Kokos?

So geht es:

Chili-Koriander-Sorbet nach Müllerinnen Art

1. Mango-Sorbet ansetzen. (Mengen für 10-14 Personen, für den 1-Familien-Haushalt einfach entsprechend reduzieren.)

200g Zucker mit 250ml Wasser erwärmen, bis der Zucker gelöst ist. Den Saft von 1 Zitrone hinzugeben und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit das Fruchtfleisch von 3 reifen Mangos pürieren (oder alternativ ca 1kg Mangopüree nehmen). Das Mangopüree mit dem Zitronen-Zucker-Wasser und ca 4-5EL Kokosmilch vermischen.

2. Für die nicht ganz so Mutigen (wie mich)

Das Sorbet relativ flache Tupperschüsseln füllen; einen kleinen Teil, der etwa eine kleine Butterdose füllt, abtrennen. In diese kleine Probe-Menge einige wenige Blätter Koriander geben (ich habe so viel genommen, wie nach dem Hacken einer großen Menge Koriander an dem großen Küchenmesser hängengeblieben ist). Mit dem Koriander wirklich vorsichtig sein, weil der sehr intensiv schmeckt!

Außerdem ca eine halbe entkernte grüne Chili ins Sorbet geben, und für die Farbe mit roten Chiliflocken bestreuen. Dann sieht es nämlich schön gelb-rot-grün aus, denn das Auge isst mit!

3. Die Masse ca. alle halbe Stunde rühren, damit sich keine großen Eiskristalle bilden.

4. Das normale Mango-Sorbet schmeckt super mit etwas exotischem Obst (etwas frische Kokos, Mango, Papaya, Honigmelone).

Das Chili-Koriander-Sorbet schmeckt einfach so. Wer mutig genug ist: Einfach die ganze Menge mit Chili und Koriander würzen!

Im Vergleichstest hat übrigens das experimentelle Sorbet gegen das normale Mango-Sorbet gewonnen! Und es hält sich natürlich, einmal gefroren, im Tiefkühlfach.