Sauerland-Supperclub ist Geschichte

Liebe Gäste: Ihr wart super. Liebe Helfer: Ihr wart der Wahnsinn. Alle beiden Abende haben mir richtig viel Spaß gemacht, ich war überraschend entspannt und habe schon total Lust auf den nächsten Abend.

Beim 2. Sauerland-Supperclub war ja Bettina Böttinger mit ihrem Team dabei. Da hatte ich schon vorher Bedenken, dass der Tag chaotisch und stressig wird und hatte die Befürchtung, dass das Kochen etwas länger dauern würde. Aber Frau Böttinger war wirklich der Hammer: Die hat mit angepackt und geschnippelt, Salat gewaschen, die bouquet garnis gebunden und war eine wirklich tolle Küchenhilfe. Würde ich gern sofort nochmal machen!

hugo wp Und ein paar Bilder der beiden Abende dürfen natürlich nicht fehlen.

Zur Begrüßung gab es einen Hugo à la Hirsch: Mit vor kurzem erst selbst gemachtem Holundersirup, einem Cremant von der Loire…ich fands lecker! Sehr erfrischend.

Übrigens auch in der alkoholfreien Variante sehr empfehlenswert: Zitronenlimonade, ein Schuss Sauerländer Apfelsaft, Limettensaft, Pfefferminze und natürlich Holundersirup.

Um die Zeit bis zum ersten echten Gang wurde mit dem Gruß des Hauses verkürzt: Forellencreme nach Sauerländer Hausfrauenart (original von meiner Patentante, bei der es immer sehr feines, leckeres Essen gibt! Ach, und ihr Garten! *schwärm*) auf westfälischem Schwarzbrot – natürlich selbstgebacken nach einem alten Hirsch’schen Familienrezept.

westfälischer salat wpErster Gang: Westfälischer Schinken an Salat nach altem Rezept. Das heißt: Auf eine Scheibe westfälischen Schinken kommt ein Kranz aus Friseesalat (noch besser: Endivie, aber den gibt es um diese Jahreszeit ja nicht mehr). In die Mitte kommt ein „Dressing“ aus langsam glasig geschmorten Zwiebeln, Kartoffelschnee und einer Essig-Öl-Vinaigrette. Diese warme Sauce mit Salat mischen und essen.

stielmuscreme wpZweiter Gang: Stielmuscreme. Etwas „ent-deftigt“ ohne Blutwurst, Schmalz und anderen fleischigen Bestandteilen, wie es im Sauerland sonst üblich ist. Also ohne jeden Schnick und ohne jeden Schnack. Ganz auf den Stielmusgeschmack konzentriert.

Bevor es zum Hauptgang ging, gab es erst noch ein Zitronensorbet mit Prosecco. Das natürlich auch hausgemachte Sorbet war eine Premiere. Jetzt weiß ich: Super einfach herzustellen, auch ohne Eismaschine! Nur sechs Zutaten sind nötig: Wasser, Zucker, Zitronensaft, Zitronenschale, Zitronenmelisse und ein Eiweiß.

bouquet garni wp3. Gang bzw. Hauptgang: Boeuf Bourguignon. Minimalistisch nur mit selbstgebackenem ofenfrischem Baguette gereicht. Und wie passt das zum Sauerländer Supperclub? Zwei Gründe:

1.: Im Sauerland isst man ja nicht nur sauerländisch. Aber man isst und reist gerne. Meine Kindheit verbinde wirklich mit tollen Köchinnen! Und bis auf den Wein zum marinieren und kochenist ja auch alles von dort.

boeuf bourguignon wp2.: Praktische Gründe. In meiner Ein-Personen-Küche kann man für zehn Personen nicht alles Essen machen. Irgendwie muss es ja auf den Herd und in den Ofen passen!

Was darf im Sauerland nicht fehlen? Bier? Stimmt. Eignet sich aber eher weniger für einen süßen Nachtisch. Die Bier-Muffins, die ich mal aus sauerländischem Bier gebacken haben, waren … eher nicht empfehlenswert. Also. Zweiter Versuch. Was darf nicht fehlen? Das Schützenfest. Deswegen: vogelschießen wp

4. Gang: Schützenfest mit Munition. Links der Kasten, der oben an der Vogelstange hängt. Leider kann ich nur Hühner malen – das soll natürlich der Adler vom Vogelschießen sein, der da so aufgeregt herumflattert. Auf einem Biskuitkuchen mit Erdbeer-Sahne-Schmand-Creme. Dazu:erdbeereis wp Selbstgemachtes Erdbeereis und frische Erdbeeren. Ich lobe mich ja ungern selbst, aber zu den Supperclubs waren die Erdbeeren gerade perfekt reif, unglaublich süß, und da das Erdbeereis überwiegend aus eben diesen Erdbeeren besteht, war es saulecker. Am liebsten hätte ich es einfach heimlich in der Küche alleine vernascht!

 

 

Das wars – jetzt heißt es warten bis zum 25.7., wenn es um 22 Uhr in der 4. Ausgabe von Bettina Böttingers Reportage-Reihe „b.sucht“ heißt: Kochen aus Passion. Ich bin unglaublich gespannt auf den Beitrag!!!

(Und wer sich über die Groß- und Kleinschreibung von Sauerländer und westfälisch wundert: Wenn eine Orts- bzw. Gegendbezeichnung auf -er endet, wird es groß geschrieben. Wenn es auf -isch endet, wird es klein geschrieben. Sauerländer Stielmuscreme, aber sauerländischer Apfelsaft. Das verstehe, wer wolle!)

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