Monatsarchiv: September 2012

Gegen das Runterrutschen: Nächster Supperclub

Weil ich zu viel gebloggt habe, ist der nächste Supperclub so weit runtergerutscht. Darum: Hier ist das Menü, ich freue mich auf euch!

Pralinen-Manufaktur

Am Freitag hat mich mal wieder eine Koch/Back-Attacke erwischt, und so habe ich mal wieder diverse Pralinen ausprobiert oder nochmal gemacht.

Links die super leckeren Rumkugeln, hinten die Zimtpralinen, davor die Walnussmarzipanpralinen und die komische Wurst ist ein Schokotoffee. Allesamt saulecker.

Eigentlich hatte ich vor, so richtig krasse Pralinen zu machen, aber dafür muss ich mir nochmal genauer überlegen, wie ich das hinkriege. Wie weiß ich jetzt, aber das nötige Zubehör fehlt mir noch.Aber dies hier war die ursprüngliche Inspiration…jedenfalls hatte ich mal wieder total viel Spaß in der Küche. Rumkugeln und die Walnusspralinen sind immer wieder super, und dazu wollte ich zwei neue Pralinen ausprobieren: Die Schokotoffees bestehen aus Schokolade und Sahne – und sind einfach nicht fest geworden, erst im Eisfach. Ähnlich war es mit den Zimtpralinen: Weiße Kouvertüre, Butter, weißer Rum und natürlich Zimt – und auch die waren so weich, dass man sie nicht zu Kugeln formen konnte, wie im Rezept verlangt. Aber ich finde, dass sie aus der Tülle gespritzt auch super aussehen.

Und da Anne mich auf dieses Blog aufmerksam gemacht hat (total toll!!!), hatte ich die Idee, genau wie dort die Pralinen an ganz viele ganz nette Menschen zu verschenken. Und so wurde am nächsten Morgen gebastelt, der Wasserfarbkasten rausgesucht, überlegt, und noch mehr gebastelt. Eins der Ergebnisse sieht so aus:

Und meine Tasche, mit der ich morgen auf die Post gehe, so.Ach, hatte ich einen Spaß. Und so eine gute Möglichkeit, nicht alle Pralinen selbst essen zu müssen! Denn so lecker sie sind, 200 Pralinen sind dann doch ein bisschen viel für einen alleine. Nur hätte ich noch viel viel mehr Päckchen verschieken können…aber irgendwann waren fast alle Pralinen alle.

Mulligatawny Soup

„Mulli-was?“ „Mull-i-ga-tow-ny.“ „Was ist das?“ „Das ist die Suppe, die bei Dinner for One als Vorspeise serviert wird.“ „Wie heißt die?“ „Mulligatowy.“ „Heißt das irgendwas?“ So ungefähr reagierte ein Freund, als ich ihm vom nächsten Dinner-Plan erzählte. Ja, aber heißt das was? Und ob! Glaubt man Onkel Wikipedia, dann kommt der Name aus dem Tamilischen, wo „Milagu thanni“ „Pfefferwasser“ heißt – denn die allereinfachste Version war wohl eine Gewürzsauce.

Die koloniale englisch-indische Küche hat dann viele Variationen hervorgebracht, meistens mit Huhn oder Lamm, oft mir Reis. Aber DAS Oritinalrezept gibt es nicht.

Das hatte mich auch schon gewundert, als ich mal nach passenden Rezepten gesucht habe. Ich habe dann aus einigen Vorlagen meine eigene Version kreiert – vegetarisch und mit Linsen statt mit Reis.

So geht sie:

Mulligatawny Soup

Erdnussöl

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

4cm (ein halber Daumen) Ingwer

2 grüne Chilischoten (eventuell die Samen entfernen, damits nicht zu scharf wird)

2 TL gemahlenen Koriander

je 1/4 TL gemahlener Zimt und Nelken

1 TL Kurkuma

4 Kardamoms

1 EL Curryblätter

je 1 Möhre, 1 Apfel, 1 große Kartoffel

200g rote Linsen

1.5l Wasser oder Brühe

1 EL Zitronensaft

500ml Kokosmilch

2EL Korianderblätter

So gehts:

– Zwiebel, Knoblauch, Ingwer würfeln und Chilis in feine Ringe schneiden

– Gewürze abmessen. Hinterher geht alles ganz schnell und das dauert länger als man denkt! Wo möglich, die Gewürze frisch im Mörser zerstoßen, dann schmecken sie toller.

– Apfel, Möhre und Kartoffel schälen und würfeln

– in einem Topf das Erdnussöl und die Butter erhitzen und Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Chilis, Gewürze (inkl. Curryblätter) so lange anbraten, bis die Zwiebel leicht braun und glasig ist und alles gut riecht. Nicht zu heiß, hier soll nix dunkel werden!

– Möhre, Apfel, Kartoffel, Linsen und kochende Brühe dazu und alles ca 15min kochen, bis das Gemüse durch ist

– Curryblätter und Kardamoms herausfischen. Alles pürieren. Das macht man am Besten portionsweise und während man alles in den Pürierbecher packt, kommt man gut an die Blätter und die Kardamoms.

– Wieder im Topf der Suppe den Zitronensaft und die Kokosmilch hinzufügen. Alles schön erhitzen, die Korianderblätter dazu und ab auf den Tisch.

Kindergeburtstag

In meinem allerersten Backbuch haben die Autoren genau verstanden, worum es mir beim Backen geht: Um hübsches Essen. Unter anderem basteln (backen kann man das ja nicht mehr nennen!) sie einen Dinosaurier, der aber, finde ich, auch gut als Drache durchgeht. Gestern abend hatte ich mal wieder einen Vorwand, ihn zu backen!


Ich finde an dem Kuchen toll, dass das wirklich ein runder Kuchen ist, bei dem fast gar nichts übrig bleibt. Diesmal ist ein Zitronenkuchen innendrin, den ich, um ihn noch saftiger zu machen, in zwei Etagen geschnitten und mit Lemon Curd gefüllt habe.

Wie jedes Mal, wenn ich diesen Kuchen backe, habe ich vergessen, dass das Viech hinterher größer ist als man vorher denkt!

Hier liegt er nämlich auf meinem großen Schneidebrett. Zum Glück passt er so gerade diagonal auf mein ausziehbares Backblech!

Weil ich noch Fondant und knallige Farben im Schrank hatte, habe ich mich diesmal so richtig ausgetobt. Nach einer Lage Aprikotage wurde aus dem Dinosaurier im Rezept ein grüner Drache, der – passend zur Zahl des Geburtstages – entsprechend viele Zacken, Flecken und Krallen bekommen hat. Auch wenn ich eigentlich kein Fan von diesen knalligen Torten bin – es ist schon faszinierend, wie einfach die herzustellen sind! Einfach den Fondant mit ein bisschen Farbe mischen; für die Zacken hatte ich noch Gum Paste, das wird schneller hart – einkneten und fertig!

So, und nach ein paar Stunden hat mich dann tatsächlich der Drache angelacht. Diesmal übrigens erstmalig mit Nasenlöchern.

Fazit: Das Arbeiten mit Fondant ist zwar toll, aber bei diesem verwinkelten Kuchen nicht soo schick – mir gefällt nicht, dass man die Kanten sieht, wo die einzelnen Stücke zu Ende sind. Im Kochbuch machen die einen Überzug aus Butter und Zucker – auch nicht optimal. Ich glaube, ich arbeite einfach am Liebsten mit Schokolade – und mit weißer Kouvertüre sähe der bestimmt grandios aus!

Happy Birthday Horst!

INDIAN FRENZY am 29.9. um 19 Uhr

Wie versprochen die Details für die kulinarische Reise nach Indien am 29.9.:

Begrüßungsgetränk

Gruß aus der Küche

Mullagatowny Soup

Lammcurry Rogan Yosh

Mango-Sorbet

Chicken Tikka Masala

Apfel Halwa
Wie gehabt stelle ich als Getränk Wasser; wer etwas anderes möchte, möge sich dies einfach selbst mitbringen.

Wer kein Fleisch isst, schreibt das einfach in der Anmeldung dazu – beide Currys funktionieren auch super vegetarisch. Gleiches gilt für Unverträglichkeiten etc von anderen möglichen Zutaten.

Nochwas? Ach ja. Mit spitzem Kuli gerechnet ist eine Spende von 18 Euro angemessen.

Also, meldet euch an, ein paar Plätze gibt es noch. Einfach eine Mail schreiben an zumroehrendenhirsch bei googlemail.com

 

Die nächsten Termine stehen fest!

Zückt eure Terminkalender, freut euch auf neue Gaumenfreuden und meldet euch an: Die nächstne zwei Termine stehen fest.

Erstmal gibt es eine kleine Pause, weil ich zu viel unterwegs bin. Aber dann!!!

Samstag, 29. 9., 19 Uhr: A Passage to India: Curry Frenzy

Vor 2 Jahren habe ich den Winter hindurch Jamie Olivers Currys nachgekocht, Naan gebacken und mich so in die spannende Welt der vielen Gewürze hineingefunden. Dann habe ich das Kochbuch „50 great Curries“ verschlungen – darin erklärt die Autorin, welche Funktion welche Zutat im Curry hat, erklärt die Philosophie der ayurvedischen Küche und noch viel mehr – quasi Curry-Wissenschaft. Super spannend.

Was genau es geben wird, schreibe ich in den kommenden Tagen/Wochen an dieser Stelle. Sicherlich wird es kein typisches indisches Essen – das heißt, dass es nach europäischer Manier aus diversen Gängen bestehen wird und auch, dass nicht vorher getrunken wird, sondern gleichzeitig zum Essen…nun ja, ihr werdet sehen! Sicherlich wird es aber meine beiden Lieblingscurrys geben: Chicken Tikka Masala und das Lammcurry Rogan Josh.

Auch eine Variante: Vegetarisches Rogan Josh

So, 21.10., 19 Uhr: Historische Menüs I: Die spinnen, die Römer!

Mich interessiert es, in die Küchen vergangener Epochen hereinzuschnuppern, und so beginne ich meine Reihe der historischen Menüs mit den Römern. Basierend auf dem Kochbuch des Apicius, jedoch modernisiert und ausgewählt, so dass es den heutigen Gaumen schmeichelt anstatt ihn zu beleidigen, wird es eine Auswahl von Gerichten geben, wie sie im 4. Jahrhundert nach Christus auf den Tisch gekommen sein könnten. Ich denke hier an Gerichte wie Numidisches Huhn oder ein Aprikosengulasch, aber genauere Infos folgen!

Für beide Dinner wird die erwartete Spende nicht über 20 Euro liegen. Wie hoch genau, das überschlage ich, sobald ich weiß, was ich euch serviere.